GPS-Daten für die OMD

Alle meine bisher geschossenen Fotos haben keine GPS-Koordinaten in den Exif-Daten gespeichert. Doch gerade für die Urlaubsbilder wäre das sicher nützlich. Meine OM-D E-M10 Mark II hat leider auch keinen GPS-Sensor. Also muss man sich “über Eck” mit dem Smartphone behelfen. Die Android-App Geo Tracker erwies sich dazu bei unseren Urlaubs-Wanderungen als ideal. Die App zeichnet alle verfügbaren Parameter der zurückgelegten Strecke auf. Man kann sich die Wegstrecke auf der Karte ansehen und erhält viele Statistikwerte. So kann man sich als Nebeneffekt selber auf die Schulter klopfen, was man denn als angehender Extrem-Wanderer Enormes geleistet hat. Dann suchte ich nach einem Linux-Programm, das die aufgezeichneten GPS-Daten in die Exif-Daten der Bilder schreibt. Geotag, ein auf allen Plattformen laufendes Java-Programm, kann diese Aufgabe übernehmen. Aber für Nutzer des RAW-Entwicklers Darktable braucht es diesen Umweg nicht, denn Darktable kann die Geotags selbst importieren.

Das erledigt man auf dem Leuchttisch unter Geotagging. Hat man die Uhr der Kamera auf MEZ gestellt, muss man zunächst für alle Bilder einen Zeitversatz von -02:00:00 (Sommerzeit) einstellen und dann den Haken anwählen. Mit GPX-Track-Datei anwenden lädt man die dazugehörige Geo-Tracker-Datei, die man vom Smartphone am einfachsten per Dropbox auf den Rechner kopiert hat. Darktable zeigt dann an, wie vielen Bildern die entsprechenden GPS-Tags zugeordnet werden konnten. Bei mir waren das immer alle.

Klickt man dann in Darktable auf Karte, sieht man auf der Landkarte, wo man die Bilder fotografiert hat. GPS-Daten werden immer in UTC-Zeit gespeichert. Idealerweise stellt man die Uhr in der Kamera auch auf UTC, dann kann man sich den Zeitversatz sparen.

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