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Immer noch Linux

Auch wenn die Lobeshymnen über die neuen Betriebssystem-Versionen von Appel und Microsoft nicht abreißen, auf meinen inzwischen doch betagteren Rechnern läuft immer noch Linux. Und ich bin immer noch voll und ganz zufrieden. Meine drei Systeme mit Arch-Linux (bzw. Manjaro) sind aktuell, die Programme auf dem neusten Stand. Natürlich werde ich auch das neue Windows 10 ausprobieren, ich habe ja auch eine Windows-Partition auf meinem PC. Ich schließe auch nicht aus, dieses Betriebssystem auf einem meiner (zukünftigen) Geräte wieder einmal aktiv zu nutzen.

Die Desktop-Umgebung meiner Wahl ist XFCE, derzeit in der Version 4.12. In meinem Programmstarter/Startmenü finden sich die üblichen Verdächtigen:

  • Internet: Chromium, Thunderbird (bzw. Roundcube im Browser), Filezilla
  • Büroarbeiten: Libreoffice, TeXstudio, Geany, Hibiskus
  • Multimedia: VLC, gPodder, Spotify
  • Grafik: Gimp, Dartable, Geeqie
  • Sonstiges: KeePass, Seafile, Evince

Dazu kommt das eine oder andere kleine Helferlein, der Firefox ist natürlich auch noch installiert. Nur einen mich zufriedenstellenden Twitterclient scheint es nicht zu geben. Ansonsten bin ich (meist) wunschlos glücklich. Zudem kann man alternative oder neue Programme dank Pacman bzw, Yaourt schnell finden, installieren und ausprobieren. Um sie dann doch wieder zu deinstallieren, weil das Bewährte besser ist.

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Darktable - RAW-Entwicklung unter Linux

Ich bin nun schon seit einigen Jahren Besitzer einer digitalen Spiegelreflexkamera, zur Zeit ist es eine Canon 650D. Der Mehrwert einer solchen Kamera liegt u. a. im Erstellen von [RAW)]-Fotos und zwangsläufig deren Entwicklung sprich digitaler Bearbeitung. Dazu sind auf Windows- oder Mac-Systemen sicher Lightroom oder Photoshop die entsprechenden Standardprogramme. Der geneigte Linux-Nutzer hat die Auswahl zwischen UFRaw, RawTherapee, Darktable und anderen teils kommerziellen Programmen. Ich nutze schon länger Zeit Darktable (aktuelle Version 1.6.7) und entlocke damit den RAW-Negativen noch viele Details.
Auf der Darktable-Homepage findet man eine Handbuch, ein Wiki und einige Screencasts, außerdem kann man sich das PDF-Buch Digital photo development with Darktable (Creative Commons Lizenz) herunterladen. Allerdings sind diese Dokumentationen alle in englischer Sprache. Meine englischen Sprachkenntnisse sind sehr rudimentär. Vor allem die speziellen Begriffe der Fotografie wie z. B. die Bezeichnung von Filtern sind nicht immer einfach zu erschließen. So muss man sich einzelne Tipps und Kniffe (in deutscher Sprache) mühsam zusammensuchen und mittels Trial and Error seinen Arbeitsablauf bauen. Welcher Filter hat welche Auswirkungen auf das Bild? Welchen Regler muss ich wohin schieben? Für Einsteiger ist das sicher nicht so leicht überschaubar. Wenigstens kann man nichts kaputt machen, denn das Ausgangsbild bleibt unverändert.
Einige lehrreiche Videos findet man auf shutter-speed.ch oder auf Youtube, so zum Beispiel im MyGimpTutorialChannel. Damit kann man auf jeden Fall erst mal einsteigen. Nach und nach erschließt man sich weitere Details. Ich habe mir vorgenommen, meinen Workflow hier mal zu bloggen, vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen. Inzwischen können Sie sich ja meine Darktable-Entwicklungen anschauen…

Projekt Privatsphäre gescheitert

Eine kurze Einleitung für einen etwas längeren Text: Ich arbeite seit etwa 24 Jahren privat und beruflich an und mit Computern. Seit vielleicht 15 Jahren arbeite ich mit Linux, mehr als zehn Jahre ist Linux das private Betriebssystem meiner Wahl. Neben der freien Verfügbarkeit der Software waren mir die Sicherheit meiner Daten und die Wahrung meiner Privatsphäre immer wichtig. Ich habe versucht, immer die alleinige Kontrolle über meine persönlichen Daten zu haben. Das ist teilweise nur mit großem Aufwand machbar. Man muss seine Daten selber hosten oder sich einen Hoster des Vertrauens suchen, man muss Programme oft aufwändig selbst installieren, bei vielen Apps und Programmen muss man auf manche Funktion verzichten. Wenn man nach einiger Zeit etwas ändern (oder updaten) möchte, muss man sich neu einlesen. Das macht sicher eine Zeitlang Spaß, aber nicht langfristig und auf Dauer.

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Podcast - das neue Informations- und Unterhaltungsmedium

Neu ist gut! Eigentlich gibt es sie schon über zehn Jahre. Und ich hatte diese Form der Unterhaltung auch schon einmal beworben. Aber für viele ist Podcast immer noch ein Fremdwort – Neuland eben. Das Hören von Podcasts hat sich zu meiner Lieblings-Nebenbei-Beschäftigung entwickelt. Ob unterwegs oder im Garten mit Kopf- oder Ohrhörern, zu Hause auch mal über Lautsprecher oder im Auto über Bluetooth – bei Beschäftigungen, die nicht die volle Konzentration erfordern, nutze ich gerne diese Form der Unterhaltung. Man wird inzwischen auch hier in der Provinz mit Ohrstöpseln nicht mehr ganz so schräg angesehen, auch wenn man seine Jugend schon lange hinter sich gelassen hat. Auf die Frage, was man den da gerade hört, sollte man aber schon eine leicht verständliche Antwort parat haben. Podcast wird von der breiten Masse (noch) nicht wahrgenommen.
Podcast hören verbreitert meinen Horizont, zeigt mir andere Sichtweisen auf die Dinge. In den Tech-Sendungen – bei mir vor allem zu den Themen Computer und Fotografie – erfahre ich die aktuellen Neuigkeiten und manchen Tipp und Trick der Nerds.
Hier ein Auszug aus meiner Abspielliste (in alphapetischer Reihenfolge):

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Wetter upgetötet

Never change a running system – dieser Ausspruch ist dem aktiven Linux-Nutzer sicher fremd. Aber manchmal sollte man sich doch vorab informieren, was man denn da eigentlich macht. Dieser Tage habe ich festgestellt, dass mein Barometer auf dem Raspberry Pi nichts mehr aufzeichnet. Ich hatte vor ein paar Tagen den Raspi aktualisiert und dabei den Luftdruck “upgetötet”. Zum Glück hat das keinen Einfluss auf das reale Wetter!
Mit dem Update hatte ich eine neue Firmware installiert, die I2C nicht mehr ohne Weiteres unterstützt. Es bedarf aber nur zwei Zeilen in der der Datei /boot/config.txt und nach einem Neustart funktioniert das Ganze wieder. Folgendes ist einzutragen:
device_tree=
dtparam=i2c=on #aktiviert die I²C-Schnittstelle

Gefunden habe ich die Lösung auf raspiproject.de, dort gibt es eine umfangreiche Erläuterung.

Angetestet: Wallabag

Dieser Tage hat Christoph Langner auf Linux und ich die Pocket-Alternative Wallabag vorgestellt. Mit Wallabag kann man Inhalte von Webseiten, die tagsüber per RSS, Twitter usw. so angespült werden, speichern. Diese Sammlung kann man später in Ruhe durcharbeiten. Man kann das Open Source-Programm auf dem eigenen Webserver installieren oder sich einen Account bei Framabag anlegen. Bisher nutze ich Pocket, bin aber auch kein “Intensiv-Nutzer”.
Ich habe Wallabag also mal auf meinem Uberspace installiert. Die Installation ist auf der Website beschrieben, die deutsche Übersetzung fehlt allerdings noch. Auf Uberspace funtioniert Wallabag nur mit einer SQLite-Datenbank, eine Verbindung mit MySQL verweigert das Programm kommentarlos. Dies haben auch andere Nutzer berichtet. Ansonsten läuft alles problemlos durch. Man kann sich dann Erweiterungen für seinen Browser (Firefox und Chrome) sowie Apps für Android, Windows Phone und iOS installieren.
Mein Fazit nach ein paar Tagen Nutzung:

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