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Private Cloud - Software (2)

Für meine Banana Pi-Wolke stand nun die Frage nach einer passenden Cloud-Software. Ich habe mich für Seafile entschieden. Es bringt alle für mich wichtigen Funktionen mit: Es gibt eine Server-Version für ARM-Prozessoren, läuft also auf dem Banana Pi. Clients gibt es für Windows, Mac und Linux (inkl. AUR-Paket), ebenso eine App für Android. Die Software ist Open Source, die Daten werden Client-seitig verschlüsselt. In den ersten Wochen lief das Ganze stabil und problemlos. Alle Informationen zu Seafile findet man auf der deutschen Website. Dort wird auch noch eine kostenpflichtige Professional-Version angeboten. Hilfe bei der Installation und Konfiguration findet man im inzwischen auch auf deutsch verfügbarem Handbuch.

Im Blog Raspberry Pi Tutorials findet man eine Installations-Anleitung, die auch für den Banana Pi verwendbar ist. Ensprechend dem Handbuch (Punkt 2.3, 2.4) habe ich Seafile mit Nginx/HTTPS eingerichtet. Unter Punkt 2.10 findet man die Firewall-Einstellungen. Nach Freigabe des Ports 443 funktioniert der Fernzugriff per HTTPS auf die Fritzbox nicht mehr. Diese muss also auf einen anderen Port gelegt werden. Den Systemstart habe ich entsprechend Punkt 2.9, Abschnitt Für andere Debian-basierte Linux Distributionen eingerichtet.
Bei Problemen findet man im Netz genügend Informationen, Tipps für den Raspberry lassen sich meist auch für den Banana verwenden. Seit das Handbuch in deutsch verfügbar ist, ist dieses für mich erste Anlaufstelle. (Das Handbuch gibt es natürlich auch in Englisch, aber das ist nicht so meins…)
Meine Private Cloud läuft also bisher ohne Probleme. Inzwischen steht Seafile an der Schwelle zur Version 4, die weitere Verbesserungen mitbringt.

Private Cloud - Software (1)

Beim Betriebssystem für den Bananian Pi hat man wie so oft bei Linux die Qual der Wahl. Ich habe mich für Bananian Linux, ein für den Mini-Rechner modifiziertes Debian 7, entschieden. Die Installation ist simpel, die Iso-Datei herunterladen und per dd auf die SD-Karte kopieren. Zunächst sollte man einen Monitor und eine Tastatur anschließen, um evtl. Fehlermeldungen beim Booten beobachten zu können. Danach kann man das System über SSH bedienen. Nach dem ersten Start wird das Betriebssystem mit bananian-config konfiguriert. Unter anderem lässt sich die Video-Beschleunigung abschalten, sodass 970 MB Speicher zur Verfügung stehen.
Die über SATA angeschlossenen Festplatte habe ich in drei Partitionen geteilt, eine für den von außen zugänglichen Cloudspeicher, eine weitere für das “Inhouse-Backup” und die dritte für Multimedia-Dateien. Eingebunden werden die Partitionen wie üblich über die Datei fstab. Um die Festplatte in Standby zu setzen, habe ich das Programm hdparm installiert. Mit dem Eintrag spindown_time = 241 in der Datei /etc/hdparm.conf wird die Zeit der Untätigkeit bis zum Standby auf 30 Minuten gesetzt. Ein update-rc.d hdparm defaults sorgt für den Start des Programms beim Systemstart.
Wen’s stört, der kann auch noch das Geflacker der grünen LED abstellen. Wie es geht, kann man im Bananian-Forum nachlesen.
Für den Zugriff im internen Netz habe ich zunächst den NFS-Server installiert. Die Freigaben werden in der Datei /etc/exports/ eingerichtet. Für die Wiedergabe von Audio- und Video-Dateien auf den verschiedensten Endgeräten wird noch ein DLNA-Server benötigt. Diese Aufgabe übernimmt MiniDLNA (jetzt ReadyMedia), die Installation beschreibt K. Welzel in seinem Blog.
Soweit ein Überblick über die installierte Software auf meinem Banana Pi, es fehlt noch die Cloud-Software. Dazu folgt ein weiterer Blog-Artikel.

Private Cloud - Hardware

Banana Pi

Meine private Wolke läuft. Folgende “Zutaten” habe ich dazu verwendet:

  • Banana Pi (letztlich doch bei Amazon gekauft, weil günstiger)
  • SDHC-Karte 4 GB
  • Stecker-Netzteil 5V 2 A
  • SATA-Adapter-Kabel für Banana Pi
  • Festplatte Samsung M8 HN-M101MBB 2,5 Zoll 1 TB
  • Netzwerkkabel

Die genannten Teile kosten in der Summe ca. 120 €. Im Moment habe ich das alles offen und “fliegend” aufgebaut, ein Gehäuse fehlt noch. Das Energiemessgerät zeigt bei laufender Festplatte je nach Lese-/Schreibzugriffen zwischen 2,7 und 4,5 Watt, ist die Festplatte im SpinDown-Modus verbraucht das System knapp über 2 Watt. Die Hochrechnung für’s Jahr liegt bei etwa 5 €.
Um die Platte nicht zu sehr zu belasten, schaltet die Platte nach 30 Minuten ab.
Sonst gibt es über die Hardware nichts weiter zu sagen. Informationen zur Installation und Einrichtung des Betriebssystems Bananian Linux und der Cloud-Software Seafile folgen in einem weiteren Blog-Beitrag.

Private Wolke oder Private Cloud - wo und wie?

Das Netz ist voll mit Diskussionen über Cloud und Datensicherheit – sicher viel Wahres und mancher Hype. Meine Daten bei Wuala zu speichern habe ich aus Gründen aufgegeben. Es geht nicht um ein paar Euro im Monat, es geht um Geschäftspolitik und nicht eingehaltene Ankündigungen. Dropbox wiederum war mir in Sachen Datensicherheit noch nie ganz geheuer. Wie viele anderen auch. Also steht die Frage: Brauche ich überhaupt einen Online-Datenspeicher, wenn ja wie groß, wo und wie sicher? Auf jeden Fall sollten die Daten vor der Einsicht Unberechtigter soweit wie möglich sicher sein. (100prozentige Sicherheit gibt es sicher nicht.) Die Datenmenge, die ich zur Zeit online speichere, hat eine Größe von ca. zwei Gigabyte. Das sind Daten, auf die ich zu Hause, unterwegs oder in der Firma zugreifen können möchte. Alles andere speichere ich nur lokal mit entsprechenden Backups. Meine (wichtigen) Fotos habe ich zusätzlich bei Flickr abgelegt. Meine Video- und Audio-Dateien nutze ich nur zu Hause, die müssen nicht in die Wolke.
Das ganze mit einem Homeserver zu machen, wäre eine Überlegung wert. Das wären die Für und Wider:
+ volle Kontrolle über Hard- und Software
- Hardware-Kosten
- Datendurchsatz
- Stromverbrauch
- Backup
- Zeitaufwand

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OpenMediaVault

Mein NAS-Server startete bisher von einer SD-Karte – das dauerte eine gefühlte Ewigkeit. (Aus Energiespargründen läuft der Server nicht rund um die Uhr.) Also habe ich mir bei ebay eine 15 GB-Festplatte (2,5”) für ‘nen Zehner ersteigert, um darauf das NAS-Betriebssystem zu installieren. Wenn nun schon mal eine Neuinstallation ansteht, kann man sich ja auch mal umschauen, was es sonst noch so an NAS-Betriebssystemen gibt. Meine Wahl fiel diesmal auf OpenMediaVault (OMV). Der Entwickler der auf Debian basierenden hatte früher an FreeNAS mitgearbeitet. Weitere Infos dazu bietet die Wikipedia. Ich fühle mich bei einem Linux-System dann doch wesentlich heimischer als auf einem auf FreeBSD basierenden System. Vor allem, wenn man doch einmal (per SSL) auf die Kommandozeile muss. Obwohl letzteres im normalen Gebrauch eigentlich nicht nötig sein dürfte.

Die Installation ist problemlos zu bewerkstelligen, entsprechende Anleitungen sind im Internet zu finden, z.B. hier.

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Chemnitzer Linux-Tage 2014

Chemnitzer Linux-tage 2014
Dieses Jahr konnte ich es wieder mal einrichten, die Chemnitzer Linux-Tage zu besuchen. Zuerst das kurze Fazit: Es war wie immer und es war wie immer gut: Gut organisert, breit gefächertes Angebot, sehr gut besucht. Natürlich gibt es Stände, die sind nicht so gut besucht, an anderen ist immer Betrieb. So zum Beispiel bei den Biertauchern sprich Smart-Sarah. Wenn man an den Ständen jemand ansprach, bekam man immer freundlich und bereitwillig Informationen und Hilfe. (Obwohl man mir mit meinem Owncloud-Problem auch nicht helfen konnte. Kann ich aber verstehen.)
Ich habe auch an einem Workshop teilgenommen. Dieser hat mich allerdings nicht überzeugt. Zum einen gab es Technik-Probleme (Beamer), zum anderen war der Bürgermeister nicht besonders gut vorbereitet. Für mich gab es in Sachen darktable – dazu der Workshop – nichts Neues zu erfahren, auf spezielle Fragen der Teilnehmer wurde eher ausweichend geantwortet. Neue Funktionen der aktuellen Programm-Version (Masken) konnten auch nicht erklärt werden. Man hat einfach gespürt, dass Pixel-Grafik nicht das Metier des Bürgermeisters ist.
Aber – wie schon erwähnt – die Chemnitzer Linx-Tage waren auch 2014 ein voller Erfolg. Ein paar Bilder gibt es auch wieder auf Flickr.