OpenElec 3.0

Montag, 1. April 2013

Vor wenigen Tagen ist OpenELEC 3.0 erschienen. Nun habe ich mich an den Ostertagen an ein Update auf meinem HTPC gewagt. Das Update ist im Wiki beschrieben und problemlos durchzuführen. Am schnellsten geht es, wenn man die Update-Dateien über Windows in das Update-Verzeichnis kopiert. Das Manko liegt bei OpenELEC darin, dass man dann wieder alles neu konfigurieren muss. Ebenso muss man die AddOns neu installieren und konfigurieren. Selbst wenn man wie ich wenige davon installiert hat, dauert das doch seine Zeit. Bei einigen AddOns kann man die gesicherten Konfigurationsdateien wieder zurück kopieren. Die Media-Dateien bleiben jedenfalls erhalten.
OpenELEC 3.0 basiert auf XBMC 12.1 “Frodo”. Es funktioniert wie die Vorgängerversion ohne Probleme und bietet einen hohen Bedienkomfort. Da ich seit einigen Monaten Spotify nutze, ist es mir wichtig, dass das auch auf meinem HTPC funktioniert. Auf dem “alten” OpenELEC lief Spotimc – das Spotify-AddOn für OpenELEC in der Version 1.0 Beta 3. Für OpenELEC 3.0 wurde die Beta 4 veröffentlicht. In meiner kurzen Testphase funktionierte es reibungslos. Natürlich gibt es überall etwas zu verbessern, aber “früher” mussten wir vom Sofa aufstehen, CD suchen, einlegen, starten, zurück zum Sofa … Ach sind wir bequem geworden – und gleichzeitig unzufrieden… OpenELEC gibt auf jeden Fall für ersteres volle Unterstützung.

RAW-Bearbeitung unter Linux

Sonntag, 13. Januar 2013

Winter im Garten 2013In letzter Zeit habe ich mich wieder mehr mit Digital-Fotografie bzw. Bildbearbeitung beschäftigt. Man muss ja mal Prioritäten setzen… Ich habe mir das Video-Training Gimp 2.8 für digitale Fotografie von Galileo Press geleistet. Dort erhält man viele nützliche Tipps und ich kann noch eine Menge von den vielfältigen, ja unzähligen Möglichekeiten dieses Programmes lernen.
Bevor Gimp ins Spiel kommt (bzw. wenn überhaupt), müssen die RAW-Bilder “entwickelt” werden. Da gibt es unter Linux inzwischen einige interessante Alternativen. Zuerst sei hier Darktable genannt. Damit lassen sich Bilderserien komfortabel bearbeiten, erstellte Profile auf mehrere Bilder anwenden. Das Programm läuft bei mir mittlerweile stabil (Version 1.1.1), nachdem ich ihm (in den Einstellungen) etwas mehr Speicher zugestanden habe.
Ebenso verwendbar ist Rawtherapee, inzwischen bei Version 4 angekommen. Rawtherapee bietet auch die Möglichkeit, komfortable auf zwei Monitoren zu arbeiten.
Im oben genannten Videio-Training wurde das Programm Photivo gezeigt. Das kannte ich bisher noch nicht. Photivo gibt es für Windows, Mac und Linux. Es ist ein sehr mächtiges Programm mit sehr vielen Funktionen. Bei mir funktioniert allerdings die Übergabefunktin an Gimp nicht. Aber da hilft ein Zwischenspeichern (am besten im PNG-Format) und separates Öffnen in Gimp. Das hier verlinkte Bild habe ich mit Photivo “entwickelt” und dann mit Gimp noch ein wenig nachbearbeitet. Alle drei Programme bieten vielfältige Möglichkeiten, die teilweise schon professionelles Fachwissen erfordern.
Zuletzt sei auch noch UFRaw genannt. Auch dieses kann als eigenständiges Programm oder als Plugin für Gimp RAW-Bilder öffnen und bearbeiten.
Es gibt also (schon lange) keinen Grund mehr, wegen Bildbearbeitung auf eine andere Plattform zu wechseln. Linux bietet – jedenfalls für den privaten Bereich -genügend Möglichkeiten, aus den mehr oder weniger guten Fotos aus der Digitalkamera etwas Ordentliches zu machen. Der dafür notwendige Zeitaufwand ist natürlich nicht zu unterschätzen, auch ist ein gewisser Lernaufwand erforderlich. Dieser lohnt sich jedoch auf jeden Fall und zeigt letztendlich, das eine Spiegelreflex-Kamera doch andere Bilder macht als ein Smartphone.

Manjaro läuft

Samstag, 1. Dezember 2012

Das Netbook läuft nun schon drei Monate mit Manjaro-Linux und es läuft gut. Die auf Arch-Linux basierende Distrubution mit eigenen Paketquellen funktioniert ohne Probleme. Die Software ist aktuell, wobei Arch noch etwas Vorsprung hat. Es gibt nicht ganz so häufig Aktualisierungen wie bei Arch. Manjaro läuft noch mit dem 3.5er Kernel, Arch nutzt schon Version 3.6. Es gibt inzwischen auch einen grafischen Paket- bzw. Update-Manager. Auf Distrowatch liegt Manjaro zur Zeit auf Platz 32, was aber auch nicht so viel aussagt.
Wer ein System mit Rolling Release haben möchte, das wenig Arbeit macht, liegt hier genau richtig. Manjaro startet – wie Arch-Linux inzwischen auch – mit systemd, was spürbar schnellere Bootzeiten bringt. Auch die Programme selbst starten auf der doch etwas schmalbrüstigen Atom-CPU zügig. Die von mir nach wie vor genutzte Desktop-Umgebung XFCE braucht natürlich auch nicht so viel Ressourcen.
Mit Manjaro-Linux lässt sich – wie mit vielen anderen moderen Linuxdistributionen auch – einfach gut arbeiten.

Gnome 3 .. und tschüss!

Sonntag, 30. September 2012

Seit dem Erscheinen von Gnome 3 habe ich diesen Desktop-Manager auf meinem PC genutzt. Ich hatte mich auch recht gut dran- bzw. umgewöhnt. Nun habe ich mich wieder von Gnome 3 getrennt. Dazu führten letztlich mehrere Gründe:

  • Im Laufe der Zeit dauerte das Starten und Herunterfahren immer länger.
  • Manche Anwendungen erwecken den Eindruck, sie vertragen sich nicht so recht mit Gnome 3.
  • Man braucht zu den meisten Operationen immer einen Klick zuviel.
  • Die Konfiguration ist oft mühsam und umständlich. Die Erweiterungen funktionieren oft nicht wie gewünscht.

Das ist natürlich meine persönliche Einschätzung. Mein Rechner ist auch nicht mehr der Jüngste. Auf dem Laptop und dem Netbook läuft XFCE 4, das hab ich nun auch auf dem PC installiert. Ich bin jetzt wieder zufrieden! Der PC startet schnell, fährt schneller herunter als vorher. Wo möglich, habe ich für Gnome-Programme das XFCE-Äquivalent installiert. Desktop-Einstellungen, Fenster-Dekorationen, Tastenkombinationen sind schnell konfiguriert. Oft genutzte Programme starte ich über einen Button in der “Leiste”, für alles andere habe ich das Anwendungsmenü. Da finde ein Programm wesentlich schneller als im Anwendungsfinder von Gnome 3.

Was vermisse ich bisher? Der Dateimanager Thunar kann keine Tabs – würde mir einfallen. Aber sonst? Ich bin (im Moment!) zufrieden. XFCE macht seine Arbeit still und schnell im Hintergrund. Er ist einfach Mittel zum Zweck.

Doch wieder zu Arch... oder?

Sonntag, 26. August 2012

Nach vier Wochen Siduction auf meinem Netbook wollte ich “mein” Arch-Linux wieder haben. Also habe ich die aktuelle Iso-Datei herunter geladen und mittels dd auf einen USB-Stick kopiert. Doch was ist das? Die Installations-Anleitung auf archlinux.de funktioniert nicht mehr. Man hat die Installations-Skripte geändert. Auf archlinux.org und auch im deutschen Wiki wird die Vorgehensweise für die aktuellen Installationsmedien beschrieben. Arch-Linux war ja noch nie besonders einsteigerfreundlich, die aktuelle Variante hat sich davon noch ein Stück weiter entfernt. Das ist jedenfalls mein Eindruck.
Jedenfalls war mir das alles zu umständlich für eine zügige Installation. Doch ich hatte dieser Tage von einem neuen Archlinux-Derivat gelesen: Es nennt sich Manjaro-Linux. Das habe ich dann einmal ausprobiert. Hier mein erstes Fazit:

  • Die Installation verlief auf meinem eee-PC reibungslos.
  • Ich wollte XFCE auf meinem Netbook und von Manjaro gibt es eine XFCE-Version.
  • Manjaro verwendet eigene Quellen. Zum Zeitpunkt der Installation waren diese aktuell.
  • Alle Programme, die ich installieren wollte, waren in den Quellen zu finden.
  • Es lassen sich auch die “echten” Archlinux-Quellen einbinden.
  • Auch yaourt und AUR funktionieren.

Bis jetzt bin ich recht zufrieden. Ich werde weiter testen und wieder berichten.

Netbook mit Siduction

Montag, 23. Juli 2012

Mein Netbook Eee-PC 1001p lief nun ein paar Monate ohne Probleme mit Sabayon. Diese Linux-Variante kann man allen empfehlen, die ein stabiles, übersichtliches und auch ziemlich aktuelles System haben wollen. Aber getreu dem Motto: Öfter mal was Neues! habe ich dieser Tage Siduction installiert. Siduction basiert auf Debian, verwendet allerdings den Unstable-Zweig, ist also sehr aktuell. Es ist ebenfalls ein Rolling-Release-System. Vor meiner Arch-Linux-Zeit habe ich schon einmal mit Sidux (heute Aptosid), dem Vorgänger von Siduction gearbeitet. Damals allerdings in der KDE-Version.
Die Installation der XFCE-Version auf dem Netbook verlief schnell und problemlos. Das Wichtigste ist im Wiki erklärt, weitergehende Hilfe findet man bei den Allgemeinen Linux-Dokumentationen. Da Siduction auf Debian-Paketquellen zugreift, ist die Programmvielfalt praktisch unerschöpflich. Bei der Installation und Konfiguration läuft vieles über die Konsole, man sollte sich damit also schon ein klein wenig auskennen.
Es zeigt sich auch hier, das moderne Linux-Systeme einfach gut funktionieren. Der Großteil davon wäre sicher auch für den normalen Nutzer eine Alternative. Wenn er denn bereit wäre, einige alte Gewohnheiten abzulegen. Der Teufel steckt halt immer im Detail – und das nicht nur bei Linux!

OpenELEC - wieder zurück

Dienstag, 3. Juli 2012

Nachdem mein HTPC eine Zeit lang mit XBMCbuntu problemlos lief, habe ich doch wieder OpenELEC installiert. Gründe dafür waren die doch recht lange Bootzeit von XBMCbuntu und einfach die Neugier auf OpenELEC Version 2.0. Wobei die Version 2.0 immer noch Beta ist, also 1.95.4. Die Version 2.0 beinhaltet das aktuelle XBMC Eden
Die Installation verlief wieder schnell und reibungslos: Installationsdatei herunter laden, entpacken, mittels Script auf USB-Stick installieren. Stick in HTPC einstecken und booten, ein paar Fragen beantworten – Restart – fertig! (Ist in 15 Minuten alles erledigt!) In XBMC noch einige Details einrichten wie Sprache, Video und Audio, Netzwerk, Wettervorhersage, Datenquellen für Audio und Video (Server) und schon kann’s losgehen mit Film, Bilder und Musik.
Der HTPC startet bei mir mit einer m3u-Playlist , die einen Radio-Eintrag beinhaltet. Etwas 40 Sekunden nach Drücken des Startknopfes ertönt die Musik. Dabei dauert es schon einige Zeit, bis das BIOS geladen ist. Wenn die Preise der SSDs weiter fallen, könnte man ja mal eine kleine einbauen. Dann geht’s sicher noch schneller. Aber ob man jetzt um Sekunden feilschen muss, ist eine andere Frage.
Zusätzlich zu den vorhandenen Plugins habe ich das Spotify-Plugin Spotimc installiert. Das funktioniert allerdings nur mit einem Premium-Account. Ob man den braucht (und das Geld investieren will), muss jeder selbst entscheiden. Andererseits macht der Premium-Account erst richtig Sinn, wenn man auch im Wohnzimmer über eine ordentliche Anlage Musik hören kann.
Weiter habe ich mir das Radio-Addon installiert. Damit hat man Zugriff auf inzwischen über 7500 Sender – das sollte wohl reichen. Weitere Informationen auf radio.de.
Wer Fragen hat, Informationen sucht, weiter in XBMC “abtauchen” möchte, ist im XBMC-Forum (engl.) oder bei den XBMC-Nerds (deutsch) gut aufgehoben.

Chemnitzer Linuxtage 2012

Dienstag, 3. April 2012



Am 17. März 2012 habe ich die Chemnitzer Linuxtage besucht. Hier in der Bildergalerie sowie auf Flickr sind einige Bilder vom CLT 2012 zu sehen.

Ein eingefleischter Linuxer findet auf einer Messe erwartungsgemäß kaum Neues. Über Linux-Varianten, Programme usw., die einen interessieren, hält man sich ja im Web ständig auf dem Laufenden. Aber auf einer solchen Veranstaltung kann man sich bei Fragen und Problemen direkt an die “Profis” und Entwickler wenden.
Immer wieder sehr gut besucht sind auch die Vorträge und Workshops. Ich hätte mir gern mehr davon angehört, was mir aus Zeitgründen leider nicht möglich war. Vielleicht das nächste Mal. Ein Dankeschön an Organisatoren, Veranstalter, Standbetreuer usw.

freiesMagazin jetzt auch als ePub

Dienstag, 10. Januar 2012

freiesMagazin
freiesMagazin erscheint monatlich mit interessanten Beiträgen über Freie Software, OpenSource und Linux. Bisher konnte man das Magazin als PDF- bzw. HTML-Version lesen. Jetzt gibt es freiesMagazin auch in den “Geschmacksrichtungen” ePub mit und ePub ohne (Bilder). Auf meinem Sony PRS-T1 klappt das soweit gut, nur die Bilder sind – da sie meist über mehrere Spalten reichen – abgeschnitten. Bilder machen aber eben die Beiträge verständlicher, so dass die ePub-Variante ohne Bilder auch nicht so recht überzeugt. Externe Links klickt man wohl eher am Rechner, auf dem eBook-Reader wird man diese sicher kaum brauchen. Trotzdem finde ich es klasse, dass man sich die Arbeit macht, freiesMagazin auch auf dem eBook-Reader lesen zu können. Die paar Problemchen werden sicher noch gelöst.

Das finde ich an der OpenSource-Szene immer wieder bemerkens- und lobenswert: Es werden Programme geschrieben, Webseiten und Magazine verfasst, Hilfestellungen in unzähligen Foren gegeben und vieles mehr – ohne dass man irgendeinen materiellen Gewinn erwarten kann. Deshalb sollte man sich ab und an einmal bedanken, den einen oder anderen Kommentar hinterlassen oder vielleicht mal den Flattr-Button anklicken!

Sabayon

Dienstag, 6. Dezember 2011

Im Podcast Nr. 31 von Deimhart sprechen Dirk Deimeke und Sebastian Meyer über Sabayon. Wie berichtet nutze ich Sabayon schon einige Zeit auf dem Netbook. Die Erfahrungen der beiden mit dieser Linux-Distribution kann ich nur bestätigen. Sabayon ist ein immer aktuelles Rund-um-sorglos-Linux. Einsteiger sollten auf die Gnome- oder KDE-Version setzen.
Wer wie ich im Laufe der Jahre schon die verschiedensten Distributionen ausprobiert hat, wird dann schon mal nervös, wenn der Rechner Tag für Tag einfach das tut, was er soll.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das Distributionen mit mehr oder weniger regelmäßigen Update-Zyklen bei eben diesen Updates dann auch Probleme machen – vor allem dann, wenn man die Standard-Konfigurationen zu stark verändert hat. Natürlich gibt es auch bei Rolling Releases, wie es Sabayon oder auch Arch-Linux sind, manchmal ein Problem. Aber das wird meist nach ein paar Tagen durch ein nochmaliges Update automatisch behoben. Hier sollte man einfach einmal etwas Geduld* mitbringen. Hat man mehrere Rechner, sollte man vielleicht nicht alle gleichzeitig aktualisieren, damit man eine wichtige Arbeit dann doch zu Ende bringen kann. Aber ich will hier keine Panik machen: Probleme treten auch hier meist nur bei händig durchgeführten Änderungen auf wie z. B. durch zusätzlich installierte Pakete aus anderen Quellen und das auch nicht jeden Monat.
Noch eine Anmerkung zum Sabayon-Download: Der deutsche Server ist schon länger (?) offline. Nehmen Sie einfach einen anderen, der nicht allzuweit weg ist.
Für Insider: Meine Geduld zeigt sich in einem täglichen yaourt -Syu.

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