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OpenMediaVault

Mein NAS-Server startete bisher von einer SD-Karte – das dauerte eine gefühlte Ewigkeit. (Aus Energiespargründen läuft der Server nicht rund um die Uhr.) Also habe ich mir bei ebay eine 15 GB-Festplatte (2,5”) für ‘nen Zehner ersteigert, um darauf das NAS-Betriebssystem zu installieren. Wenn nun schon mal eine Neuinstallation ansteht, kann man sich ja auch mal umschauen, was es sonst noch so an NAS-Betriebssystemen gibt. Meine Wahl fiel diesmal auf OpenMediaVault (OMV). Der Entwickler der auf Debian basierenden hatte früher an FreeNAS mitgearbeitet. Weitere Infos dazu bietet die Wikipedia. Ich fühle mich bei einem Linux-System dann doch wesentlich heimischer als auf einem auf FreeBSD basierenden System. Vor allem, wenn man doch einmal (per SSL) auf die Kommandozeile muss. Obwohl letzteres im normalen Gebrauch eigentlich nicht nötig sein dürfte.

Die Installation ist problemlos zu bewerkstelligen, entsprechende Anleitungen sind im Internet zu finden, z.B. hier.

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Chemnitzer Linux-Tage 2014

Chemnitzer Linux-tage 2014
Dieses Jahr konnte ich es wieder mal einrichten, die Chemnitzer Linux-Tage zu besuchen. Zuerst das kurze Fazit: Es war wie immer und es war wie immer gut: Gut organisert, breit gefächertes Angebot, sehr gut besucht. Natürlich gibt es Stände, die sind nicht so gut besucht, an anderen ist immer Betrieb. So zum Beispiel bei den Biertauchern sprich Smart-Sarah. Wenn man an den Ständen jemand ansprach, bekam man immer freundlich und bereitwillig Informationen und Hilfe. (Obwohl man mir mit meinem Owncloud-Problem auch nicht helfen konnte. Kann ich aber verstehen.)
Ich habe auch an einem Workshop teilgenommen. Dieser hat mich allerdings nicht überzeugt. Zum einen gab es Technik-Probleme (Beamer), zum anderen war der Bürgermeister nicht besonders gut vorbereitet. Für mich gab es in Sachen darktable – dazu der Workshop – nichts Neues zu erfahren, auf spezielle Fragen der Teilnehmer wurde eher ausweichend geantwortet. Neue Funktionen der aktuellen Programm-Version (Masken) konnten auch nicht erklärt werden. Man hat einfach gespürt, dass Pixel-Grafik nicht das Metier des Bürgermeisters ist.
Aber – wie schon erwähnt – die Chemnitzer Linx-Tage waren auch 2014 ein voller Erfolg. Ein paar Bilder gibt es auch wieder auf Flickr.

Uberspace und Tiny Tiny RSS

Vor einigen Wochen habe ich mir einen Account bei Uberspace.de geholt. Uberspace ist ein Webhoster mit einer ungewöhnlichen Philosophie: Der Nutzer bestimmt den Preis für die Leistung, die er in Anspruch nimmt, selbst. Außerdem bietet Uberspace viel “Freizügigkeit” in Sachen Zugriff und Verwaltung des Webspaces. Ich zahle erst mal einen Einstiegspreis. Wenn die Vertragslaufzeit bei meinem jetzigen Provider abgelaufen ist, werde ich wahrscheinlich meine Homepage, Domains und E-Mail-Adressen umziehen und dann noch ein paar Euro zulegen.
Hintergrund dessen war u.a. das RSS-Reader-Problem. Der Google-Reader macht ja dicht und mit den Alternativen wurde ich nicht so recht warm. Deshalb wolle ich mal Tiny Tiny RSS ausprobieren. TT-RSS muss man aber selbst auf einem (eigenen) Webserver installieren. Zum aktualisieren der Feeds muss man auf diesem Server (wenigstens) einen Chronjob anlegen können, was bei vielen (Billig-) Hostern ja gar nicht geht. Bei Uberspace findet man im Wiki sogar eine (idiotensichere) Installationsanleitung für TT-RSS. Man kann den RSS-Reader fast nach Belieben konfigurieren, kann z.B mit CSS das Aussehen ändern, sich aus dem Netz Themes oder Plugins herunterladen. Und für mein Android-Tablet gibt es eine offizielle App. Die kostet zwar die “horrente” Summe von 1,52 €, ist es aber allemal wert. Also – mein erstes Fazit für Uberspace und tiny Tiny RSS ist durchweg positiv.

OpenElec 3.0

Vor wenigen Tagen ist OpenELEC 3.0 erschienen. Nun habe ich mich an den Ostertagen an ein Update auf meinem HTPC gewagt. Das Update ist im Wiki beschrieben und problemlos durchzuführen. Am schnellsten geht es, wenn man die Update-Dateien über Windows in das Update-Verzeichnis kopiert. Das Manko liegt bei OpenELEC darin, dass man dann wieder alles neu konfigurieren muss. Ebenso muss man die AddOns neu installieren und konfigurieren. Selbst wenn man wie ich wenige davon installiert hat, dauert das doch seine Zeit. Bei einigen AddOns kann man die gesicherten Konfigurationsdateien wieder zurück kopieren. Die Media-Dateien bleiben jedenfalls erhalten.
OpenELEC 3.0 basiert auf XBMC 12.1 “Frodo”. Es funktioniert wie die Vorgängerversion ohne Probleme und bietet einen hohen Bedienkomfort. Da ich seit einigen Monaten Spotify nutze, ist es mir wichtig, dass das auch auf meinem HTPC funktioniert. Auf dem “alten” OpenELEC lief Spotimc – das Spotify-AddOn für OpenELEC in der Version 1.0 Beta 3. Für OpenELEC 3.0 wurde die Beta 4 veröffentlicht. In meiner kurzen Testphase funktionierte es reibungslos. Natürlich gibt es überall etwas zu verbessern, aber “früher” mussten wir vom Sofa aufstehen, CD suchen, einlegen, starten, zurück zum Sofa … Ach sind wir bequem geworden – und gleichzeitig unzufrieden… OpenELEC gibt auf jeden Fall für ersteres volle Unterstützung.

RAW-Bearbeitung unter Linux

Winter im Garten 2013In letzter Zeit habe ich mich wieder mehr mit Digital-Fotografie bzw. Bildbearbeitung beschäftigt. Man muss ja mal Prioritäten setzen… Ich habe mir das Video-Training Gimp 2.8 für digitale Fotografie von _Galileo Press geleistet. Dort erhält man viele nützliche Tipps und ich kann noch eine Menge von den vielfältigen, ja unzähligen Möglichekeiten dieses Programmes lernen.
Bevor Gimp ins Spiel kommt (bzw. wenn überhaupt), müssen die RAW-Bilder “entwickelt” werden. Da gibt es unter Linux inzwischen einige interessante Alternativen. Zuerst sei hier Darktable genannt. Damit lassen sich Bilderserien komfortabel bearbeiten, erstellte Profile auf mehrere Bilder anwenden. Das Programm läuft bei mir mittlerweile stabil (Version 1.1.1), nachdem ich ihm (in den Einstellungen) etwas mehr Speicher zugestanden habe.
Ebenso verwendbar ist Rawtherapee, inzwischen bei Version 4 angekommen. Rawtherapee bietet auch die Möglichkeit, komfortable auf zwei Monitoren zu arbeiten.
Im oben genannten Videio-Training wurde das Programm Photivo gezeigt. Das kannte ich bisher noch nicht. Photivo gibt es für Windows, Mac und Linux. Es ist ein sehr mächtiges Programm mit sehr vielen Funktionen. Bei mir funktioniert allerdings die Übergabefunktin an Gimp nicht. Aber da hilft ein Zwischenspeichern (am besten im PNG-Format) und separates Öffnen in Gimp. Das hier verlinkte Bild habe ich mit Photivo “entwickelt” und dann mit Gimp noch ein wenig nachbearbeitet. Alle drei Programme bieten vielfältige Möglichkeiten, die teilweise schon professionelles Fachwissen erfordern.
Zuletzt sei auch noch UFRaw genannt. Auch dieses kann als eigenständiges Programm oder als Plugin für Gimp RAW-Bilder öffnen und bearbeiten.
Es gibt also (schon lange) keinen Grund mehr, wegen Bildbearbeitung auf eine andere Plattform zu wechseln. Linux bietet – jedenfalls für den privaten Bereich -genügend Möglichkeiten, aus den mehr oder weniger guten Fotos aus der Digitalkamera etwas Ordentliches zu machen. Der dafür notwendige Zeitaufwand ist natürlich nicht zu unterschätzen, auch ist ein gewisser Lernaufwand erforderlich. Dieser lohnt sich jedoch auf jeden Fall und zeigt letztendlich, das eine Spiegelreflex-Kamera doch andere Bilder macht als ein Smartphone.

Manjaro läuft

Das Netbook läuft nun schon drei Monate mit Manjaro-Linux und es läuft gut. Die auf Arch-Linux basierende Distrubution mit eigenen Paketquellen funktioniert ohne Probleme. Die Software ist aktuell, wobei Arch noch etwas Vorsprung hat. Es gibt nicht ganz so häufig Aktualisierungen wie bei Arch. Manjaro läuft noch mit dem 3.5er Kernel, Arch nutzt schon Version 3.6. Es gibt inzwischen auch einen grafischen Paket- bzw. Update-Manager. Auf Distrowatch liegt Manjaro zur Zeit auf Platz 32, was aber auch nicht so viel aussagt.
Wer ein System mit Rolling Release haben möchte, das wenig Arbeit macht, liegt hier genau richtig. Manjaro startet – wie Arch-Linux inzwischen auch – mit systemd, was spürbar schnellere Bootzeiten bringt. Auch die Programme selbst starten auf der doch etwas schmalbrüstigen Atom-CPU zügig. Die von mir nach wie vor genutzte Desktop-Umgebung XFCE braucht natürlich auch nicht so viel Ressourcen.
Mit Manjaro-Linux lässt sich – wie mit vielen anderen moderen Linuxdistributionen auch – einfach gut arbeiten.