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Private Cloud - Software (1)

Beim Betriebssystem für den Bananian Pi hat man wie so oft bei Linux die Qual der Wahl. Ich habe mich für Bananian Linux, ein für den Mini-Rechner modifiziertes Debian 7, entschieden. Die Installation ist simpel, die Iso-Datei herunterladen und per dd auf die SD-Karte kopieren. Zunächst sollte man einen Monitor und eine Tastatur anschließen, um evtl. Fehlermeldungen beim Booten beobachten zu können. Danach kann man das System über SSH bedienen. Nach dem ersten Start wird das Betriebssystem mit bananian-config konfiguriert. Unter anderem lässt sich die Video-Beschleunigung abschalten, sodass 970 MB Speicher zur Verfügung stehen.
Die über SATA angeschlossenen Festplatte habe ich in drei Partitionen geteilt, eine für den von außen zugänglichen Cloudspeicher, eine weitere für das “Inhouse-Backup” und die dritte für Multimedia-Dateien. Eingebunden werden die Partitionen wie üblich über die Datei fstab. Um die Festplatte in Standby zu setzen, habe ich das Programm hdparm installiert. Mit dem Eintrag spindown_time = 241 in der Datei /etc/hdparm.conf wird die Zeit der Untätigkeit bis zum Standby auf 30 Minuten gesetzt. Ein update-rc.d hdparm defaults sorgt für den Start des Programms beim Systemstart.
Wen’s stört, der kann auch noch das Geflacker der grünen LED abstellen. Wie es geht, kann man im Bananian-Forum nachlesen.
Für den Zugriff im internen Netz habe ich zunächst den NFS-Server installiert. Die Freigaben werden in der Datei /etc/exports/ eingerichtet. Für die Wiedergabe von Audio- und Video-Dateien auf den verschiedensten Endgeräten wird noch ein DLNA-Server benötigt. Diese Aufgabe übernimmt MiniDLNA (jetzt ReadyMedia), die Installation beschreibt K. Welzel in seinem Blog.
Soweit ein Überblick über die installierte Software auf meinem Banana Pi, es fehlt noch die Cloud-Software. Dazu folgt ein weiterer Blog-Artikel.

Private Cloud - Hardware

Banana Pi

Meine private Wolke läuft. Folgende “Zutaten” habe ich dazu verwendet:

  • Banana Pi (letztlich doch bei Amazon gekauft, weil günstiger)
  • SDHC-Karte 4 GB
  • Stecker-Netzteil 5V 2 A
  • SATA-Adapter-Kabel für Banana Pi
  • Festplatte Samsung M8 HN-M101MBB 2,5 Zoll 1 TB
  • Netzwerkkabel

Die genannten Teile kosten in der Summe ca. 120 €. Im Moment habe ich das alles offen und “fliegend” aufgebaut, ein Gehäuse fehlt noch. Das Energiemessgerät zeigt bei laufender Festplatte je nach Lese-/Schreibzugriffen zwischen 2,7 und 4,5 Watt, ist die Festplatte im SpinDown-Modus verbraucht das System knapp über 2 Watt. Die Hochrechnung für’s Jahr liegt bei etwa 5 €.
Um die Platte nicht zu sehr zu belasten, schaltet die Platte nach 30 Minuten ab.
Sonst gibt es über die Hardware nichts weiter zu sagen. Informationen zur Installation und Einrichtung des Betriebssystems Bananian Linux und der Cloud-Software Seafile folgen in einem weiteren Blog-Beitrag.

Private Wolke oder Private Cloud - wo und wie?

Das Netz ist voll mit Diskussionen über Cloud und Datensicherheit – sicher viel Wahres und mancher Hype. Meine Daten bei Wuala zu speichern habe ich aus Gründen aufgegeben. Es geht nicht um ein paar Euro im Monat, es geht um Geschäftspolitik und nicht eingehaltene Ankündigungen. Dropbox wiederum war mir in Sachen Datensicherheit noch nie ganz geheuer. Wie viele anderen auch. Also steht die Frage: Brauche ich überhaupt einen Online-Datenspeicher, wenn ja wie groß, wo und wie sicher? Auf jeden Fall sollten die Daten vor der Einsicht Unberechtigter soweit wie möglich sicher sein. (100prozentige Sicherheit gibt es sicher nicht.) Die Datenmenge, die ich zur Zeit online speichere, hat eine Größe von ca. zwei Gigabyte. Das sind Daten, auf die ich zu Hause, unterwegs oder in der Firma zugreifen können möchte. Alles andere speichere ich nur lokal mit entsprechenden Backups. Meine (wichtigen) Fotos habe ich zusätzlich bei Flickr abgelegt. Meine Video- und Audio-Dateien nutze ich nur zu Hause, die müssen nicht in die Wolke.
Das ganze mit einem Homeserver zu machen, wäre eine Überlegung wert. Das wären die Für und Wider:
+ volle Kontrolle über Hard- und Software
- Hardware-Kosten
- Datendurchsatz
- Stromverbrauch
- Backup
- Zeitaufwand

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Wetterdaten aufzeichen (2)

Mein Raspberry Pi wurde nun noch um ein Barometer-Modul ergänzt. Der Nachbau gestaltet sich einfach – entsprechend der Anleitung von Martin Kompf. Der Schaltkreis BMP180 von Bosch ist allerdings bei den bekannten Elektronik-Versendern nicht zu finden. Aber auf Ebay wird man fündig – entweder ganz billig und lange warten aus Fernost oder teurer und schneller aus Deutschland. Der Schaltkreis ist bereits auf einer kleinen Platine mit den notwendigen Bauelementen verlötet. Noch eine Lochrasterplatte und eine Steckerleiste dazu – mehr als 10 Euro muss man für das Barometer nicht investieren. Die Inbetriebnahme und Kalibrierung ist auf den genannten Seite ebenfalls gut beschrieben.
Der BMP180 hat übrigens auch einen Temperatur-Sensor. Liest man den aus, stellt man fest, dass der Raspi im Gehäuse – je nach Belastung – doch recht warm werden kann.
Die Ergebnisse meiner Messungen finden Sie auf meiner Wetterseite.

Wetterdaten aufzeichnen

Wer wie ich am Tag gefühlte 100mal auf seine Wetterstation schaut, kommt irgendwann auf die Idee, die Wetterdaten irgendwie per Computer zu erfassen und auszuwerten. Also die entsprechenden Begriffe in die Suchmaschine Ihres Vertrauens eingeben und los geht’s:
Meine nicht mehr ganz neue Wetterstation von ELV erhält ihre Daten von einem Kombisensor KS200. ELV bietet dazu den USB-Wetterdaten-Empfänger USB-WDE1-2 an. Dieser muss nun an einen Rechner angeschlossen werden. Dazu ist ein Raspberry Pi ideal geeignet, zumal ein solcher bei mir schon rund um die Uhr vor sich hinwerkelt.
Wie man das Ganze nun installiert, welche Software man braucht, was man konfigurieren muss und kann, findet man unter anderem auf den Webseiten von Jörg Hameister und Martin Kompf. Nach diesen Anleitungen hat die Installation von Hard- und Software und damit das Aufzeichnen der Wetterdaten auf Anhieb geklappt. Eine Unmenge von Möglichkeiten zur Speicherung und Darstellung der Daten bietet das gut dokumentierte Open-Source-Programm RRDtool.
Um die Daten meiner Wetterstation auf meine Homepage zu bringen, generiert der Raspberry Pi alle 15 Minuten per Cronjob die aktuellen Grafiken und lädt sie mit rsync/ssh auf den Webserver. Auf meiner Wetterseite sind so immer die aktuellen Auswertungen zu finden.
Der nächste Schritt ist schon in Arbeit – die Ergänzung der Wetterstation mit einem Barometer, realisiert mit dem Luftdrucksensor BMP180. Die entprechende Anleitung findet man ebenfalls auf der Homepage von Martin Kompf.
Später könnte der Kombisensor KS200 noch gegen einen KS300 ausgetauscht werden. Der KS300 besitzt zusätzlich zum Temperatur-, Luftfeuchte und Windsensor des KS200 noch einen Regensensor. Und vielleicht kennt noch jemand ein Programm, mit dem man am PC das gewünschte Wetter selbst einstellen kann…

100.000 Aufrufe

Flickr-Stats
Sicher gibt es auf Flickr unzählige Fotos, die es allein auf 100.000 Klicks oder gar ein Vielfaches davon bringen. Ich freue mich trotzdem über die 100.000 Aufrufe meiner gesamten Flickr-Sammlung. Da ich Flickr in der Anfangszeit als Komplett-Backup genutzt habe, sind inzwischen über 2600 öffentliche Bilder online. Da ist auch viel Unsinn dabei. Aber ich habe keine Zeit und Lust, das auszusortieren. Erst in der letzten Zeit habe ich die Fotos beschriftet und getagt. Das macht sich durchaus an den Klicks bemerkbar.
Ich sichere meine Bilder zur Zeit auf meinem NAS und einen Teil auch noch auf dem Online-Speicher von 1&1. Dort habe ich im Rahmen meines VDSL-Vertrages 115GB kostenlos zur Verfügung. Und die muss man ja nicht brach liegen lassen.