Skip to content

Serendipity 2.0

Dieses kleine Blog betreibe ich schon mehrere Jahre mit mehr oder weniger Intensität. Die erste Zeit nutzte ich Textpattern als Blogsoftware, irgendwann bin ich auf Serendipity umgestiegen. Ich nutze gerne Software, die abseits vom Mainstream (a la Wordpress) ist. Serendipity, auch S9y genannt, ist schlank, aufgeräumt, wird von einem fähigen Entwicklerteam gut gepflegt und bietet alles und mehr, was ein Blog braucht. Und man muss kein abgebrochenes Informatikstudium haben, um es zu installieren und zu pflegen. Ich habe es auch hingekriegt.
Heute habe ich ein wahrscheinlich ein schon länger existierendes Problem auf meinem Blog festgestellt, zu dem ich selbst keine Lösung fand. Im Forum fand ich – nicht das erste Mal – schnelle Hilfe und kein überhebliches “Google ist dein Freund”-Gehabe. Auch für Leute wie mich, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind. Und während ich noch mit meinem Problem beschäftigt war, kam auf Twitter die Meldung, dass die finale Version 2.0 von S9y verfügbar ist. Es lief hier schon die Beta und ich habe gleich aktualisiert. Ein Backup der MySQL-Datenbank mit phpMyAdmin und des Serendipity-Verzeichnisses per ftp, die neuen Dateien ebenso hochladen und in die Administrator-Oberfläche einloggen. Alles grün – fertig!
Also, wenn Sie eine Blogsoftware suchen, die nicht durch immer neue Sicherheitslücken glänzt: Schauen Sie sich Serendipity mal an. Es gibt auch ein – schon älteres – 700-Seiten-Buch, inzwischen als kostenlose PDF-Datei verfügbar. Und es gibt den empfehlenswerten, inoffiziellen Serendipity-Podcast S9y InfoCamp mit Robert Lender und Matthias Mees. Hören Sie mal rein…

Mein erstes Seafile-Update

Die Cloud-Software Seafile, die auf meinen Banana-Pi-Server läuft ist inzwischen in der Version 4.0.1 erschienen. Das Update lies sich problemlos installieren. Die Änderungen findet man auf der Seafile-Homepage. Zuerst heißt es, sich per ssh auf dem Banana Pi einzuloggen. Folgende Befehle habe ich dann ausgeführt:

cd /home/seafile
./seafile.sh stop
./seahub.sh stop
cp -r seafile-server-3.1.6 backup_seafile
wget https://bitbucket.org/haiwen/seafile/downloads/seafile-server_4.0.1_pi.tar.gz (wget … bis hier eine Zeile)
tar -zxvf seafile-server_4.0.1_pi.tar.gz
rm seafile-server_4.0.1_pi.tar.gz
cd seafile-server-4.0.1/upgrade
./upgrade_3.1_4.0.sh (Ein Upgrade-Skript von Version 3.1.6 gibt es nicht.)
cd /home/seafile/seafile-server-latest
./seafile.sh start
./seahub.sh start-fastcgi
rm -rf seafile-server-3.1.6
Dann lief alles wieder wie bisher und man kann die HTTP/HTTPS-Synchronisation aktivieren.

Der Ablauf entspricht dem Update des Rasperry Pi, beschrieben z. B. auf Michi’s Blog.

Ausblick 2015

Schaut man zum Jahreswechsel auf die Blogseiten der Welt, dann kommt man zu dem Schluss, das wenigstens eine Rückschau oder ein Ausblick zum Jahreswechsel Pflichtprogramm jedes Bloggers ist. Meine persönliche Rückschau ins Jahr 2014 wird allerdings niemand interessieren. Eine Glaskugel für den Blick in die Zukunft habe ich aber auch nicht. Wobei es schon eine interessante Frage ist, womit die Hersteller die Technik-affinen Käufer im Jahr 2015 erneut begeistern wollen. 3D, 7.1, Kurven-TV, um-die-Ecke-Displays, smarte Uhren haben wir ja schon, die Bildschirm-Auflösungen sind besser als unser Auge sehen kann, Audiogeräte übertragen mehr Information als wir hören können. Wie werden uns die Werbefuzzys klarmachen, dass das fast neue Smartphone, der letztes Jahr gekaufte Fernseher und die auch nicht ältere Spiele-Konsole endlich ersetzt werden müssen? Eines bin ich mir sicher: Es wird ihnen wieder gelingen!
Ich werde auch im kommenden Jahr die Entwicklungen auf den einschlägigen Blogs und Nachrichtenseiten wieder interessiert beobachten. Vielleicht ist die eine oder andere Neuanschaffung drin – aber dann nur im moderaten Preisbereich.
Ubrigens: Wenn Sie sich auf unterhaltsame Art über die Techtrends 2015 informieren wollen, dann hören Sie doch mal in den Neuland-Podcast 53 rein!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gesundheit und alles Gute für’s neue Jahr!

Frohe Weihnachten!

Allen Lesern meines Blogs wünsche ich ein schönes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest sowie alles Gute, Gesundheit und Erfolge in allen Lebenslagen für das Jahr 2015!

Private Cloud - Software (2)

Für meine Banana Pi-Wolke stand nun die Frage nach einer passenden Cloud-Software. Ich habe mich für Seafile entschieden. Es bringt alle für mich wichtigen Funktionen mit: Es gibt eine Server-Version für ARM-Prozessoren, läuft also auf dem Banana Pi. Clients gibt es für Windows, Mac und Linux (inkl. AUR-Paket), ebenso eine App für Android. Die Software ist Open Source, die Daten werden Client-seitig verschlüsselt. In den ersten Wochen lief das Ganze stabil und problemlos. Alle Informationen zu Seafile findet man auf der deutschen Website. Dort wird auch noch eine kostenpflichtige Professional-Version angeboten. Hilfe bei der Installation und Konfiguration findet man im inzwischen auch auf deutsch verfügbarem Handbuch.

Im Blog Raspberry Pi Tutorials findet man eine Installations-Anleitung, die auch für den Banana Pi verwendbar ist. Ensprechend dem Handbuch (Punkt 2.3, 2.4) habe ich Seafile mit Nginx/HTTPS eingerichtet. Unter Punkt 2.10 findet man die Firewall-Einstellungen. Nach Freigabe des Ports 443 funktioniert der Fernzugriff per HTTPS auf die Fritzbox nicht mehr. Diese muss also auf einen anderen Port gelegt werden. Den Systemstart habe ich entsprechend Punkt 2.9, Abschnitt Für andere Debian-basierte Linux Distributionen eingerichtet.
Bei Problemen findet man im Netz genügend Informationen, Tipps für den Raspberry lassen sich meist auch für den Banana verwenden. Seit das Handbuch in deutsch verfügbar ist, ist dieses für mich erste Anlaufstelle. (Das Handbuch gibt es natürlich auch in Englisch, aber das ist nicht so meins…)
Meine Private Cloud läuft also bisher ohne Probleme. Inzwischen steht Seafile an der Schwelle zur Version 4, die weitere Verbesserungen mitbringt.

Private Cloud - Software (1)

Beim Betriebssystem für den Bananian Pi hat man wie so oft bei Linux die Qual der Wahl. Ich habe mich für Bananian Linux, ein für den Mini-Rechner modifiziertes Debian 7, entschieden. Die Installation ist simpel, die Iso-Datei herunterladen und per dd auf die SD-Karte kopieren. Zunächst sollte man einen Monitor und eine Tastatur anschließen, um evtl. Fehlermeldungen beim Booten beobachten zu können. Danach kann man das System über SSH bedienen. Nach dem ersten Start wird das Betriebssystem mit bananian-config konfiguriert. Unter anderem lässt sich die Video-Beschleunigung abschalten, sodass 970 MB Speicher zur Verfügung stehen.
Die über SATA angeschlossenen Festplatte habe ich in drei Partitionen geteilt, eine für den von außen zugänglichen Cloudspeicher, eine weitere für das “Inhouse-Backup” und die dritte für Multimedia-Dateien. Eingebunden werden die Partitionen wie üblich über die Datei fstab. Um die Festplatte in Standby zu setzen, habe ich das Programm hdparm installiert. Mit dem Eintrag spindown_time = 241 in der Datei /etc/hdparm.conf wird die Zeit der Untätigkeit bis zum Standby auf 30 Minuten gesetzt. Ein update-rc.d hdparm defaults sorgt für den Start des Programms beim Systemstart.
Wen’s stört, der kann auch noch das Geflacker der grünen LED abstellen. Wie es geht, kann man im Bananian-Forum nachlesen.
Für den Zugriff im internen Netz habe ich zunächst den NFS-Server installiert. Die Freigaben werden in der Datei /etc/exports/ eingerichtet. Für die Wiedergabe von Audio- und Video-Dateien auf den verschiedensten Endgeräten wird noch ein DLNA-Server benötigt. Diese Aufgabe übernimmt MiniDLNA (jetzt ReadyMedia), die Installation beschreibt K. Welzel in seinem Blog.
Soweit ein Überblick über die installierte Software auf meinem Banana Pi, es fehlt noch die Cloud-Software. Dazu folgt ein weiterer Blog-Artikel.